Online-Editoren – Kein Word ist auch eine Lösung

Vieles spricht dafür, dass Online-Editoren das traditionelle Word als Autorenwerkzeug ablösen. Kollaboratives Arbeiten, Echtzeitprüfung und Plattformunabhängigkeit sind nur einige Vorteile. In meinem Vortrag auf der Frankfurter Buchmesse habe ich einige Online-Editoren für HTML und XML vorgestellt und nach einigen ausgewählten Kriterien verglichen. Von uns wurde der XML-Webeditor sxedit gezeigt, mit dem man TEI und andere XML-Dialekte editieren kann und das auf dem TinyMCE basierte Steuerbuch des Kantons Luzern.


2015-10-14_word-online-editor

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Für mich ein Fazit, dass es keinen „Universaleditor“, wie es jetzt Word ist, mehr geben wird und die Übergabe fertiger Texte in die spezielle Editierumgebung, die im Endeffekt eine Publizierumgebung ist, schwierig ist. Solange das für den Autor eine Hürde ist, wird es schwer sein, entsprechende Systeme außerhalb fester Redaktionen durchzusetzen.

Bei deinem Fazit stimme ich zu. Wenn man mit Entwicklern von Online-Editoren spricht, hört man oft „Wir haben einen schicken Online-Editor, aber die Autoren arbeiten lieber in Word“. Solange das so ist, müssen Online-Editoren auch einen sauberen und bequemen Word-Import gewährleisten. Daran hapert es aber meistens. Da man Autoren selten ihre Werkzeuge vorschreiben kann, sehe ich Online-Editoren auch eher als Tool zur Strukturierung und Auszeichnung im Verlag. Aber damit wäre im Vergleich zu Word-Templates schon viel gewonnen.